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Spitzenspiel im hohen Norden

Category News Date 2021-02-04

Druck empfindet Jaleen Smith, ob des anstehenden Top-Spiels und seiner wichtigen Rolle innerhalb des Teams, nicht: Der 26-Jährige geht hoch motiviert in den Spieltag – und möchte seine Farben einmal mehr mitreißen. Foto: Tatjana Klee.

Im Rahmen des 16. Spieltags der Saison 2020/2021 reisen die MHP RIESEN Ludwigsburg an diesem Wochenende zu den EWE Baskets. Am Sonntag (07.02.2021, Tip-Off 15:00 Uhr) steigt in Oldenburg das Top-Spiel gegen den exzellent aufgelegten Tabellendritten aus Niedersachsen. Das Duell gegen die beste Offensive der Liga wird wie gewohnt auf MagentaSport übertragen – und zudem auch auf SPORT1 zu sehen sein.

Als Marcus Tullius Cicero vor über 2.000 Jahren in seinem Amt des Konsuls der Republik Rom die Größe des potenziellen Sieges in Relation zur Größe der Herausforderung stellte, existierten sowohl Ludwigsburg als auch Oldenburg noch nicht. Am kommenden Sonntagnachmittag könnte seine Aussage – „Je größer die Schwierigkeiten, desto größer der Sieg“ – derweil aber passender nicht sein. Denn mit den EWE Baskets und den MHP RIESEN treffen zwei Top-Teams mit aktuell herausragender Formkurve im direkten Duell aufeinander. Beide Kontrahenten sind seit Wochen ungeschlagen und verfügen über die besten Offensivreihen der easyCredit Basketball Bundesliga. Für einen Erfolg gibt es am Sonntag zwar wie gewohnt nur zwei Zähler, der Sieger des Spitzenspiels wird aber ein nationales Ausrufezeichen setzen können. So viel ist sicher.

Nachhaltiges Wachstum als Schlüsselfaktor

Oldenburg untermauert seit Wochen seine Ambitionen und errang zuletzt neun Siege in Serie. Unter anderem der 100:95-Sieg gegen den FC Bayern Basketball verdeutlichte, dass die Niedersachsen München und Berlin in dieser Saison gefährlich werden könnten – und beim Kampf um den Titel ein Wörtchen mitreden können. Am zurückliegenden Sonntag gab’s eine 124:84-Glanzleistung gegen Würzburg, welche die Laune 50 Kilometer westlich der Hansestadt Bremen noch einmal gehörig anhob und gleich mehrere Rekorde der jüngeren Vereinshistorie mit sich brachte.

Der Klub setzt in dieser Saison einmal mehr zum Sprung auf das nächste Level an. Anders als in Ludwigsburg oder beim Tabellenzweiten aus Crailsheim erlebten die Niedersachsen im zurückliegenden Sommer dabei aber keinen (gelungenen) Personalumbruch, sondern verstärkten sich gezielt auf wenigen Positionen. Entsprechend wenig überraschend ist der Tabellenplatz.

Gewachsenen Kern sinnhaft verstärkt

Der Kern des Teams von Mladen Drijenčić ist seit Jahren gewachsen. Rickey Paulding (16.1 PpS), Rasid Mahalbasic (9.9 / 5.8 RpS), Philipp Schwethelm (6.3), Karsten Tadda (3.4), Nathan Boothe (13.2 / 4.9) und Braydon Hobbs (6.5 / 4.0 ApS) kennen sich bereits seit Jahren und agieren auf einem entsprechend hohen Niveau. Gemeinsam erreichten sie mit den EWE Baskets in der zurückliegenden Spielzeit das Pokalfinale und das Playoff-Semifinale. In beiden Fällen scheiterte man, wie auch die MHP RIESEN im Ligabetrieb, am späteren Titelträger ALBA BERLIN.

Während die Niedersachsen entsprechend auch in der vergangenen Saison ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitsprachen, werden sie dies im Jahr 2021 mit großer Sicherheit erneut. Mit Keith Hornsby, Martin Breunig, Phil Pressey und Sebastian Herrera Kratzborn verstärkte sich der Klub exzellent – der Kader ist in Spitze und Breite bereit für das Halbfinale. Mindestens.

Offensiv das Maß aller Dinge

Die Verpflichtung des Quartetts ist einer der Gründe für die aktuelle 13:2-Bilanz. Ebenso wichtig: die Offensive der „Donnervögel“. Oldenburg verfügt mit 94.1 erzielten Punkten pro Partie über den besten und effektivsten (112) Angriff der easyCredit BBL, spielt die zweitmeisten Vorlagen der Liga (21.9) und passt am besten auf das Spielgerät auf (10.5 TpS). Die MHP RIESEN Ludwigsburg sind bezüglich der markierten Zähler (90.0) auf Rang zwei des nationalen Vergleiches. Im Hinblick auf die Ballverluste begegnen sie den Niedersachsen auf Augenhöhe (10.5). Das Top-Duell ist statistisch entsprechend ausgeglichen. Die Lage an Hunte- und Neckarufer ist aber nur bedingt vergleichbar. Es handelt sich um ein Duell der körperlichen und spielphilosophischen Gegensätze.

Die Schwaben reisen als selbstbewusster Tabellenführer in den Norden der Republik und möchten sich von den großgewachsenen Hausherren (Durchschnitt 1.98 Meter) nicht bremsen lassen. In der EWE Arena haben sie sich den ersten Auswärtssieg seit März 2018 zum Ziel gesetzt. Vor knapp drei Jahren entschieden die Ludwigsburger das Achtelfinal-Hinspiel in der Basketball Champions League (88:63) zu ihren Gunsten – und machten den ersten Schritt, um aus einer guten Spielzeit eine extrem gute zu machen.

Am Sonntag möchten die Patrick-Schützlinge dem Geschehen nun mit Tempo, Physis und defensivem Druck ihren Stempel aufdrücken. Um dies bestmöglich zu bewerkstelligen lag der Fokus die ganze Woche über in gewohnter Art und Weise auf dem kommenden Gegner. Die Motivation aller Beteiligten ist getreu der Ausgangslage eines Spitzenspiels immens, die Siegesserie soll auch gegen eines der besten Teams der Bundesrepublik am Leben gehalten werden. Um siegreich aus Oldenburg zurückkehren zu können, müssen die MHP RIESEN Ludwigsburg ihr sprichwörtliches „A-Game“, ihre beste Leistung in jedwedem Detail auf das Parkett legen. Dann ist für das körperlich kleinste Team der Liga, wie schon in den vergangenen Wochen, alles möglich. Der Ursprung aller Dinge ist, frei nach Cicero, klein. Dem Team, welchem am Sonntag die Details gelingen, wird dann auch der Erfolg vergönnt sein – und demnach auch ein „großer“ Sieg.

Zahlenspiele zum 16. Spieltag

100 – Zähler wurden im Verlauf der Spielzeit bereits von vier RIESEN-Akteuren erzielt. Mit Tremmell Darden (97) und Desi Rodriguez (94) steht das nächste Dup vor der Überschreitung dieser Hürde.

10,5 – Ballverluste pro Partie sind in der laufenden Saison der Bestwert in der easyCredit BBL. Sowohl Oldenburg als auch Ludwigsburg weisen diesen Wert auf. Welcher Klub im Bereich des Ballvortrages das Bilderbuchbeispiel ist, entscheidet sich entsprechend im direkten Duell.

6 – Jahre, mehr oder minder auf den Tag genau, liegt der höchste Auswärtssieg in Oldenburg zurück. Am 07. Februar 2015 siegten die Barockstädter auswärts 98:76 – unter anderem aufgrund der Leistung von D. J. Kennedy, der 26 Punkte markierte.

2 – fache Offensivstärke: Mit Oldenburg (94.1) und Ludwigsburg (90.0) treffen die beiden besten Teams der Liga aufeinander.

Infos

EWE Baskets Oldenburg vs. MHP RIESEN Ludwigsburg

Sonntag, 07.02.2021, Tip-Off 15:00 Uhr

EWE ARENA, Maastrichter Straße 1, 26123 Oldenburg

live auf MagentaSport / live auf SPORT1

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