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Starker Schlussspurt sichert den MHP RIESEN Ludwigsburg das Viertelfinalticket im MagentaSport BBL Pokal

Category News Date 2022-10-16 Veolia Towers Hamburg vs. MHP RIESEN Ludwigsburg 86:92
Foto: Eibner-Pressefoto

Im Achtelfinale des MagentaSport BBL Pokals kam es am Samstagabend zum Nord-Süd-Duell zwischen den Veolia Towers Hamburg und den MHP RIESEN Ludwigsburg. In der ersten Halbzeit war die Partie noch sehr ausgeglichen, bevor die Towers im dritten Viertel davonzogen. Im Schlussviertel verteidigten die RIESEN jedoch bärenstark und erzielten 31 Punkte zum 92:86-Sieg.

Zunächst mussten sich die Zuschauer noch etwas gedulden, da das Spiel aufgrund technischer Schwierigkeiten erst mit achtminütiger Verspätung begann. Die ersten Punkte für die RIESEN besorgte Jhonathan Dunn, der sofort gut ins Spiel fand und schnell fünf weitere Punkte erzielte. Während die ersten vier Hamburger Angriffe erfolglos endeten, konnten die Ludwigsburger mit 9:0 in Führung gehen (3‘). Die Towers fanden anschließend besser ins Spiel und konnten wieder auf 7:11 verkürzen (5‘). Es folgte eine hektische Phase mit schnellen Abschlüssen, aber auch vielen verfehlten Körben und starken Defensivaktionen auf beiden Seiten. Die RIESEN-Defensive stellte gut die Passwege zu und blieb vor allem im Paint bissig. Folglich kamen die meisten Hamburger Punkte aus der Distanz. Von dort traf auch Jeff Roberson zum 22:14, bevor Towers-Coach Raoul Korner die erste Auszeit nahm (9‘). Eine gute Entscheidung, denn zwei schnelle Dreier reduzierten den Rückstand und am Ende des ersten Viertel stand es 21:22.

Im zweiten Viertel schenkten sich beide Teams weiter nichts. Das Tempo blieb hoch und auch die Anzahl der Fouls nahm zu. Die Towers konnten viele zweite Bälle erreichen und durch einen Dreier von Ex-RIESE James Woodard zum 32:32 ausgleichen (15‘). Wieder Woodard, dieses Mal mit einem Zuckerpass auf Marvin Clark II, bescherte den Elbstädtern die erste Führung (37:35, 16‘). Ludwigsburg probierte viele Würfe, vor allem aus der Distanz, was sich jedoch nicht immer auszahlte (32% FG, 20‘). Die Hamburger nahmen weiterhin die einfachen Körbe mit und sammelten viele Rebounds. So konnten sie mit einer 44:43-Führung in die Halbzeitpause gehen. Ein ausgeglichenes Spiel, in welchem die Towers bisher den einen Tick cleverer agierten.

Die Hamburger waren auch nach der Pause etwas wacher und konnten durch einen Dreier von Lukas Meisner den Vorsprung ausbauen (51:47, 23‘). Die RIESEN konnten den Ball zwar oft von Kendale McCullum fernhalten, doch die Towers hatten mit Meisner, Seth Hinrichs und James Woodard weitere Waffen auf dem Feld, die zuverlässig punkteten. Das schnelle Passspiel bereitete den RIESEN weiterhin Kopfschmerzen und auch die zweiten Bälle gingen oft an Hamburg. Isaiah Whitehead bereitete mit schönem Spin Move einen Dreier von Jacob Patrick vor (61:56, 28‘), doch die Hamburger trafen selbst zwei Mal vom Perimeter und ließen die Ludwigsburger nicht herankommen. Die RIESEN brauchten frischen Wind, den nun Wirbelsturm Yorman Polas Bartolo mit starken Defensivaktionen, guten Rebounds und vier Punkten brachte. Auch dank ihm – heute Double-Double mit 12 Punkten und 14 Rebounds – konnte man den Rückstand in Grenzen halten und beendete das Viertel beim Stand von 69:61 für die Towers.

Das Schlussviertel startete, im Gegensatz zum bisherigen Spiel, langsamer. Das lag auch an der guten Defensive der RIESEN, die nun aufopferungsvoll kämpfte. Die Towers kam überhaupt nicht zum Zug und zeigten Nerven. Sie leisteten sich einige Offensivfouls und musste sieben Punkte in Folge hinnehmen (69:68, 35‘). Ein schöner Stepback-Dreier von Isaiah Whitehead brachte die RIESEN anschließend sogar in Führung (73:71, 36‘). Hamburg leistete sich einige Turnover, hatte Pech im Abschluss und Bartolo brachte mit einem Dreier bereits fast die Vorentscheidung (83:75, 38‘). Beide Teams hatten in Folge viele Versuche von der Freiwurflinie, doch weder die Towers (54%) noch die RIESEN (59%) konnten dort heute überzeugen. 40 Sekunden vor Schluss hatten dann alle Point Guards der Hamburger ihre Fouls aufgebraucht. Lukas Meisner verkürzte nochmals mit einem Dreier auf drei Punkte und gab den Towers zumindest eine Chance (84:87, 40‘). Die RIESEN konnten den Vorsprung jedoch gut über die Zeit bringen und gewannen das Spiel mit 92:86.

Das nächste Spiel

Nach dem Auswärtsspiel ist vor dem Auswärtsspiel. Die RIESEN treten als nächstes wieder auf europäischer Bühne an, wenn es am Mittwoch, den 19. Oktober 2022, nach Israel geht. Dort kommt es zur Partie gegen Hapoel Bank Yahav Jerusalem in der Basketball Champions League. Beginn ist um 20:00 Uhr.

Für Ludwigsburg spielten:

Isaiah Whitehead 21 (6 Assists) / Justin Johnson 16 (6 Rebounds) / Jhonathan Dunn 15 (6 Rebounds) / Yorman Polas Bartolo 12 (14 Rebounds, 71,4% FG) / Jeff Roberson 12 (7 Rebounds) / Prentiss Hubb 7 (4 Assists) / Eddy Edigin 6 (6 Rebounds) / Jacob Patrick 3 / Jonathan Bähre / Johannes Patrick / Ben Shungu

Für Hamburg spielten:

Lukas Meisner 19 (9 Rebounds) / Seth Hinrichs 14 (6 Rebounds, 3 Steals) / James Woodard 10 (5 Assists) / Ziga Samar 10 (5 Assists) / Marvin Clark II 9 (5 Rebounds) / Yoeli Childs 8 (10 Rebounds) / Kendale McCullum 7 (5 Assists) / Len Schoormann 5 / Jonas Wohlfarth-Bottermann 4 / Christoph Philipps / Leif Möller

Statements

Raoul Korner (Veolia Towers Hamburg)
„Wir sind sehr zögerlich, sehr schwach in die Partie gestartet. Wir haben zu Beginn keine Intensität gefunden, waren zu zögerlich. Letztendlich war es ein Spiel der vergebenen Möglichkeiten. Ob das jetzt einfache Würfe waren, Freiwürfe oder Lay-Ups, die wir liegenlassen haben. Oder die Gelegenheit bei plus elf im dritten Viertel, wo wir unser Spiel gefunden hatten, uns dann von der Hektik und Physis aus dem Konzept haben bringen lassen. Wir haben dann das Spiel von Ludwigsburg gespielt und in dem Stil sind sie besser. So haben wir das Spiel letztendlich wieder aus der Hand gegeben. Ich denke, hier wäre deutlich mehr drin gewesen.“
Josh King (MHP RIESEN Ludwigsburg)
"Es war sicherlich ein unterhaltsames Spiel für die Fans. Beide Mannschaften haben sehr hart gespielt. Es war ein Spiel der Läufe. Zu Beginn der ersten Hälfte hatten wir einen, dann sind sie zurückgekommen und in Führung gegangen. Wir hatten unsere Probleme, den Ball zu verteidigen und ihre Schützen unter Kontrolle zu bringen. Im dritten Viertel hat Yorman Polas Bartolo für uns übernommen und in Richtung Sieg geführt. Wir haben glücklicherweise einige Stopps im Schlussviertel generiert und unsere Würfe getroffen."