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Strg+C, Strg+V: Das Duell der Gegensätze

Category News Date 2020-02-11

Für die MHP RIESEN Ludwigsburg geht es bereits morgen Abend (12.02., Tip-Off 20:30 Uhr) wieder ans Eingemachte: In der vorverlegten Partie des 31. Spieltags gastieren die Schwaben am Mittwoch bei den Telekom Baskets Bonn.

Ein wichtiger Anker im Spiel von Ludwigsburg: Jonas Wohlfarth-Bottermann sticht statistisch selten heraus, nimmt im Team von Headcoach John Patrick aber eine immens wichtige Rolle ein und reist nun mit viel Selbstvertrauen in seine Heimatstadt. Foto: Michael Schwartz. 

Der 94:80-Hinspielsieg liegt bereits einige Monate zurück, das vor Saisonbeginn prognostizierte Duell auf Augenhöhe im Kampf um die Postseason-Plätze ist ausgeblieben und die beiden Klubs liegen (tabellarisch) soweit entfernt wie noch nie in der Historie: Wenn die MHP RIESEN Ludwigsburg am Mittwochabend bei den Telekom Baskets Bonn zum Sprungball ansetzen, hat sich im Vergleich zum Hinspiel, viel verändert. Während sich die Nordrhein-Westfalen auf Tabellenplatz 16 wiederfinden, zuletzt personell mit Eugene Lawrence (6.8 PpS, 6.3 ApS) und Alec Brown (10.4 PpS, 2.6 RpS) nachlegten und in der vergangenen Woche ihren Headcoach wechselten, Will Voigt beerbte Thomas Päch, sind die Schwaben seit dem Hinspiel durchgestartet.

Im Anschluss an den zweiten Spieltag feierten die Ludwigsburger zwölf weitere Siege und etablierten sich als erster Verfolger des FC Bayern Basketball auf Rang zwei. Bonn erlebte derweil seit Anfang Oktober eine Zeit zum Vergessen, feierte nur zwei Siege und kassierte dreizehn zusätzliche Niederlagen, was den Sturz bis auf den vorletzten Tabellenplatz der easyCredit BBL zur Folge hatte. Parallel dazu gab’s für das magentafarbene Fan-Herz kurzzeitig im Pokal und längerfristig auf europäischem Parkett Grund zur Freude: Erstmals erreichte der Klub die Playoffs der Basketball Champions League. Päch rettete das dennoch nicht den Job.

Vom Winde verwehtes Debüt bei fliegendem Wechsel der Coaches

Seit dem Abschluss der BCL-Gruppenphase am vergangenen Mittwoch, die Telekom Baskets verloren 84:103 bei PAOK Saloniki und Aaron Best (18 Punkte), schwingt nun Voigt das Zepter an der Seitenlinie der Telekom Baskets. Auf sein Debüt musste der US-Amerikaner bis dato allerdings warten. Sturmtief Sabine fegte am Sonntagnachmittag die Pläne des angolanischen Nationaltrainers hinweg, die Partie gegen ratiopharm ulm wurde – noch vor Beginn – abgesagt.

Der 43-Jährige hat seine Mannen entsprechend drei weitere Tage (neu) justieren und einstellen können, sodass diese die Philosophie ihres neuen Übungsleiters in weiteren Einheiten noch eingehender aufnahmen. Die Bonner werden mit Sicherheit darauf brennen, sich unterem ihrem neuen Chef in Szene zu setzen und dem eigenen Anhang mal wieder ein Erfolgserlebnis zu schenken. Selbstverständlich wäre dieser Sieg immens wichtig, um im Kampf gegen den Abstieg die so wichtigen Punkte für den Klassenverbleib einzufahren – die Telekom Baskets haben lediglich zwei Punkte Vorsprung auf den SYNTAINICS MBC.

Wiederholung der Ausgangslage(n)

Für die MHP RIESEN Ludwigsburg stellt sich entsprechend eine Situation wie am vergangenen Wochenende dar: Die Schwaben gastieren bei einem unter Erfolgsdruck stehenden Team, das aktuell Morgenluft wittert aber noch auf den Befreiungsschlag wartet und diesen, mit den eigenen Fans im Rücken, gegen den Tabellenzweiten einfahren möchte. Mit den Erfahrungen des Samstagabends im Hinterkopf machen sich John Patrick und sein Team in dieser Woche nun erneut auf, um einen Kraftakt zu bewerkstelligen. Sie möchten die bis zu 6.000 Bonner Fans nicht zum Faktor werden lassen und, nach Hamburg, auch die Telekom Baskets erfolgreich ausbremsen.

Dass die Gegenwehr dabei mindestens der Towers-Güteklasse entsprechen wird und Ludwigsburg sein „A-Game“ an den Tag legen muss, ist den Schwaben spätestens seit dem frühen Samstagabend bewusst. Die Hamburger warfen vor ausverkauftem Haus beim 98:92-Sieg der MHP RIESEN ihr ganzes Können in die Waagschale und verlangten Ludwigsburg alles ab. Nur mit dem Glück der Tüchtigen konnten sich die Patrick-Schützlinge in der Hansestadt siegreich aus der Affäre ziehen. Nun soll mit einer besseren und konzentrierteren Leistung der dritte Sieg in Serie eingefahren werden.

Wie schon im Hinspiel gilt es dabei, neben dem nachverpflichteten Brown, ein Trio zu unter Kontrolle zu halten, das zu jederzeit heiß laufen kann: Branden Frazier (14.7 PpS, 4.2 ApS), Martin Breunig (12.2, 4.2 RpS) und Benjamin Simons (10.0) sind die mit Abstand korbgefährlichsten Schützen im Bonner Kader, die es im letzten Pflichtspiel vor der Länderspielpause auszubremsen gilt. Apropos Bonn: Mit Jonas Wohlfarth-Bottermann bringen die Ludwigsburger ein waschechtes Vereinsurgestein mit in den Telekom Dome. Der 29-Jährige ist, vor Freunden, Familie und alten Weggefährten mit Sicherheit gegen seinen Jugend-Verein besonders motiviert – und wie gewohnt einer der Schlüsselfaktoren.

Voigt, Wohlfarth-Bottermann und Weiler-Babb

Neben Voigt und Wohlfarth-Bottermann ist Nick Weiler-Babb der dritte Akteur, auf dem am Mittwochabend das Augenmerk besonders liegen wird. Der 24-Jährige markierte im Hinspiel das erste und einzige Triple-Double in der Ludwigsburger Vereinshistorie (10 Punkte, 11 Rebounds, 12 Assists). Die Telekom Baskets möchten nun eine Wiederholung mit Sicherheit verhindern und damit den Grundstein für den Befreiungsschlag legen. Die MHP RIESEN würden ebenfalls auf eine Reproduktion der Ereignisse verzichten, sofern der Sieger identisch zum Hinspiel bleibt.

Zahlenspiele zum 31. Spieltag

6312 – Tage seit dem ersten Ludwigsburger Gastspiel im Telekom Dome vergangen. Zum Jahresende 2002 entschieden die Bonner die Partie 87:75 zu ihren Gunsten.

13 –Plätze Unterschied: Ludwigsburg (Zweiter) und Bonn (Sechzehnter) liegen tabellarisch so weit auseinander wie noch nie.

12 – Punkte bis zum nächsten Jubiläum: Sollte Marcos Knight seinen Saisonschnitt (15.9 PpS) erneut erreichen, würde er die Marke von 250-Saisonpunkten überspringen. Bis dato taten dies ligaweit erst neun Akteure, die allerdings allesamt mehr Spiele absolvierten.

1 – Sieg für den Ausgleich der ewigen Bilanz: Von bisher 35 gespielten Partien gewannen die Telekom Baskets 18. Sollten die MHP RIESEN entsprechend der Punkte aus Nordrhein-Westfalen entführen, wäre der Ausgleich erreicht.

Infos

Telekom Baskets Bonn vs. MHP RIESEN Ludwigsburg

Mittwoch, 12.02.2020, Tip-Off 20:30 Uhr

Telekom Dome, Basketsring 1, 53123 Bonn

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