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Ludwigsburg bleibt in der Spur

Category News Date 2021-01-03 medi bayreuth vs. MHP RIESEN Ludwigsburg 70:89

Einmal mehr Minutenkönig, einmal mehr einer der auffälligsten RIESEN: Jaleen Smith markiert in Bayreuth 16 Punkte, 4 Rebounds und 4 Assists. Foto: Gunnar Rübenach.

2021 beginnt genau so, wie 2020 endet: Mit einem Pflichtspielsieg der MHP RIESEN Ludwigsburg. Die Schwaben entscheiden auch die Partie in Bayreuth (70:89) zu ihren Gunsten und verteidigen durch den achten Erfolg in Serie die Tabellenführung.

Vor dem achten und letzten Pflichtspiel des „Dezember“-Marathon konnten die MHP RIESEN Ludwigsburg in Bayreuth personell abermals für Aufsehen sorgen: Denn neben dem kurz zuvor verpflichteten Jonah Radebaugh, der zum zweiten Mal im Aufgebot stand, war auch Austin Wiley in der Oberfrankenhalle anwesend. Über den 21-Jährigen wird aber erst in den nächsten Tagen zu sprechen sein.

Denn auf dem Parkett bestimmten 12 andere Akteure das Geschehen, namentlich das identische Aufgebot, welches bereits zum Jahresabschluss am Dienstagabend gegen Hamburg (86:65) siegreich ins Rennen gegangen war. Da Headcoach John Patrick mit seinen Schützlingen zufrieden war, schickte er folgerichtig auch dieselbe Startformation ins Rennen. Wie so oft war es auch in der Oberfrankenhalle Tremmell Darden, der die ersten RIESEN-Zähler der Partie erzielte und sich gemeinsam mit Jaleen Smith, der zwei Distanztreffer folgen ließ, für einen soliden Start verantwortlich zeichnete (4:8, 3. Spielminute). Generell bleib die gelb-schwarze Dreierquote in der Anfangsphase zum Zungeschnalzen: Yorman Polas Bartolo und Jordan Hulls markierten ebenfalls Dreipunktreffer und sorgten für gute Laune auf der Gästebank (11:18). Diese gute Miene bleib auch weiterhin gut. Denn obwohl Bayreuth, unter den Körben, nun immer wieder zu recht einfachen Korberfolgen kam, blieb die schwäbische Feldwurfquote hoch (18:25, 10.).

Ähnlich ausbaufähig wie auch die Endphase des ersten Viertels lief es auch in den zweiten zehn Minuten. Patrick sah sich zur ersten Auszeit gezwungen. Es folgte ein kleiner Lauf und das 25:35-Zwischenfazit, ehe Bayreuth den Lauf durch die Hereinnahme von Bastian Doreth wieder brach – und den Ludwigsburger Vorsprung in den einstelligen Bereich drückte. Doch obwohl die schwäbische Führung in dieser Phase der Partie immer wieder auf des Messers Schneide daherkam und mehrfach auf dem eigenen Ring tanzte, blieben die Gäste am Drücker. Durch Barry Brown rissen sie das Geschehen an sich und drückten von jenseits der 6,75-Meter-Linie und in unmittelbarer Korbnähe erfolgreich aufs Gaspedal. Konsolidiert bekamen die Schwaben ihren Vorsprung aber nicht. Während die Oberfranken, angeführt von Doreth und David Walker, immer besser wurden, blieb die Entscheidungsfindung der MHP RIESEN auf sehr hohem Niveau fehleranfällig (41:44, 20.).

Ludwigsburg steht souverän

Dass sich die Hausherren, ob des Spielstandes, in der Kabine viel vorgenommen hatten, verdeutlichte Matt Tiby mit einem Distanztreffer (44:44) direkt im ersten Angriff nach dem Seitenwechsel. Doch Polas Bartolo und Darden behielten den offensiven Fokus und sorgten für das Rückerlangen der Führung (44:50). Diese sollte in den nächsten Minuten aufgrund einer verbesserten Defensivleistung eine gewisse Stabilisierung bekommen. Das Bild, was sich zeigte, war dennoch vergleichbar: Die Partie war nun ein Kampfspiel, kein Augenschmaus – und damit das perfekte Pflaster für Jonas Wohlfarth-Bottermann. Der 30-Jährige war bereits in der ersten Halbzeit der auffälligste RIESE (+/- 12), hatte aber aufgrund von Foulproblemen früh auf die Bank müssen. Im dritten Viertel legte er dieses Handicap gedanklich bei Seite, ackerte unter den Körben und verpasste damit unter anderem Dererk Pardon einen Denkanstoß, der gleich drei Freiwürfe hintereinander verlegte. Das Wirken Wohlfarth-Bottermanns wirkte sich auch auf seine Mitspieler auf: Hulls, Smith, Barry Brown und Co. nutzten die sich bietenden Gelegenheiten, um Zählbares auf die Anzeigentafel zu bekommen (56:68, 30.).

Durch den kleinen Zwischensprint im dritten Viertel und dem nun erkennbaren Mehr an Konzentration, Wille und Fokus zogen die Ludwigsburger den Hausherren früh im Schlussabschnitt den Zahn. Sie setzten sich durch uneigennütziges Zusammenspiel und eine sehr gut funktionierende Defensive auf 18 Zähler ab. Raoul Korner sorgte mit seinen Worten zwar immer wieder für ein kleines Leuchtfeuer seiner Mannschaft, entscheidenden Einfluss hatte die Franken aber nicht mehr auf das Ergebnis. Die Ludwigsburger kontrollierten das Spiel auch mit angezogener Handbremse und feierten einen, in der zweiten Halbzeit, sehr souveränen 89:70-Auswärtserfolg.

Durch den achten Sieg in Serie verteidigen die Schwaben einmal mehr die Tabellenführung der easyCredit Basketball Bundesliga und haben nun, zur Belohnung, auch eine etwas ruhigere Woche vor der Brust. Nach intensiven 14 Tagen in der Zeit zwischen den Jahren mit insgesamt fünf Partien seit dem 4. Advent steht die nächste Partie „erst“ wieder am kommenden Samstag auf der Agenda. Dann gastiert ratiopharm ulm in der MHPArena (09.01.2021, Tip-Off 20:30 Uhr)

Stats

Für Bayreuth spielten: Matthew Tiby 19 Punkte, Frank Bartley 18, Osvaldas Olisevicius 11, Andreas Seiferth 11 / 6 Rebounds, Dererk Pardon 8 / 6, Bastian Doreth 2 / 5 / 6 Assists, Philip Jalalpoor 1, David Walker, Kay Bruhnke und Nico Wenzl.

Für Ludwigsburg spielten: Barry Brown 19 Punkte, Jaleen Smith 16, Jordan Hulls 16, Elias Harris 9 / 7 Rebounds, Lukas Herzog 7, Yorman Polas Bartolo 7 / 5, Tremmell Darden 7, Jonas Wohlfarth-Bottermann 3, Johannes Patrick 3, Desi Rodriguez 2, Jonah Radebaugh und Jacob Patrick.

Statements

John Patrick | Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg
"Dass wir jetzt zehn Siege nach den ersten elf Spielen haben ist super für uns. Bayreuth hat alles gegeben, aber wir haben im dritten und vierten Viertel unsere Verteidigung verbessert und ihnen so keine einfachen Punkte mehr gestattet. Für uns war es insgesamt ein guter Erfolg des Teams."
Raoul Korner | Headcoach medi bayreuth
"Wir haben gekämpft, aber am Ende hat es nicht gereicht. Ich glaube, so kann man es in aller Kürze zusammenfassen. Wir haben uns reingehängt und definitiv unsere Chancen gehabt. Wenn wir nur ein bisschen was treffen, sieht die Sache hier komplett anders aus. Wir haben vor dem Spiel schon gewusst, dass wir zumindest unsere freien Würfe treffen müssen. Das war heute aber leider nicht der Fall und damit müssen wir diese Niederlage so ach akzeptieren."